Über Uns

Ich weiß, wie es sich anfühlt, mit einem Hund plötzlich mehr Fragen als Antworten zu haben.

Als Panchita 2022 in unser Leben kam, hatte ich unzählige Bücher gelesen, Podcasts gehört und mich intensiv vorbereitet. Trotzdem fühlte ich mich in den ersten Wochen oft unsicher. Genau dort beginnt auch heute meine Arbeit.

Panchita zeigt die Zähne

Hunde begleiten mich schon mein ganzes Leben.

Schon als Kind gab es eine Hündin, die immer an meiner Seite war. Mit ihr bin ich aufgewachsen, habe gespielt, gekuschelt und unzählige Stunden verbracht. Als sie starb, hinterließ sie eine Lücke, die mich viele Jahre begleiten sollte.

Seit diesem Tag hatte ich eigentlich nur einen einzigen großen Wunsch: Irgendwann wieder mit einem Hund zusammenzuleben.

Doch das Leben hatte zunächst andere Pläne. Ausbildung, Studium, Beruf und später die Selbstständigkeit bestimmten meinen Alltag. Außerdem war für meinen Mann und mich immer klar: Ein Hund soll nicht einfach irgendwie in unser Leben passen – sondern wir wollten unser Leben so gestalten, dass es auch für einen Hund passt.

2022 war es schließlich so weit. Mit Panchita zog nicht nur eine Hündin bei uns ein. Für mich ging ein Kindheitstraum in Erfüllung.

„Ich dachte, das wird schon irgendwie funktionieren.“

Blonde Frau und mittelgroßer Hund geben sich im Garten ein High Five

Als Panchita bei uns einzog, war vieles anders als geplant. Eigentlich wollten mein Mann und ich einen erwachsenen Hund aus dem Tierheim adoptieren. Stattdessen zog eine gerade einmal fünf Monate alte Hündin bei uns ein.

Wir hatten beide bereits Erfahrung mit Hunden und waren überzeugt, dass wir das schon schaffen würden. Mit Themen wie Hundeerziehung, Beschäftigung, Hundetraining oder verschiedenen Erziehungsansätzen hatte ich mich bis dahin kaum beschäftigt. Ich dachte: Ein Hund ist ein Hund – den Rest lernen wir unterwegs.

Also machten wir genau das, was wahrscheinlich viele frischgebackene Hundehalter tun. Wir suchten uns eine Hundeschule und wollten alles richtig machen.

Doch statt mehr Sicherheit nahm ich aus vielen Trainingsstunden vor allem eines mit: noch mehr Fragen.

Ich hörte widersprüchliche Ratschläge, sollte Verhaltensweisen anwenden, die sich für mich nicht richtig anfühlten, und merkte immer häufiger, dass mein Bauchgefühl etwas anderes sagte als das, was auf dem Hundeplatz vermittelt wurde. Irgendwann trafen wir deshalb die Entscheidung, diesen Weg nicht weiterzugehen.

„Ich wollte meinem Hund gerecht werden und hatte ständig Angst, Fehler zu machen.“

Heute bin ich rückblickend dankbar dafür.

Nicht, weil ich plötzlich auf alles eine Antwort hatte. Sondern weil ich begonnen habe, meinem eigenen Gefühl wieder zu vertrauen und Panchita als den Hund kennenzulernen, der sie ist – statt ständig zu überlegen, was andere sagen oder erwarten.

Natürlich hatte ich trotzdem unzählige Fragen.

  • Braucht sie mehr Beschäftigung?
  • Mache ich alles richtig?
  • Was ist das richtige Futter?
  • Wie viel Ruhe braucht ein Hund?
  • Fühlt sie sich wohl?

Und genau das höre ich heute auch von vielen anderen Hundehalterinnen und Hundehaltern.

Sie möchten alles richtig machen. Und verlieren dabei manchmal das Vertrauen in sich selbst.

Panchita springt

Ich habe irgendwann verstanden, wonach ich eigentlich gesucht habe.

Nicht nach der einen perfekten Trainingsmethode.

Nicht nach der nächsten Beschäftigungsidee.

Und auch nicht nach dem einen Menschen, der mir sagt, wie ich meinen Hund erziehen soll.

Ich wollte verstehen.

Ich wollte verstehen, warum Hunde so handeln, wie sie handeln.

Ich wollte lernen, genauer hinzusehen.

Und ich wollte wieder darauf vertrauen können, dass eine gute Beziehung nicht dadurch entsteht, dass man alles perfekt macht. Sondern dadurch, dass man seinen Hund wirklich kennenlernt. Aus diesem Wunsch heraus habe ich 2026 den Fernstudiengang Tierpsychologie an der SGD erfolgreich abgeschlossen.

„Die wertvollsten Lektionen habe ich nicht aus Büchern.“

Ein großer Teil meines Herzens gehört dem Refugio Animal Holbox in Mexiko. Nicht nur, weil Panchita von dort stammt, sondern weil die Menschen dort und ihre Arbeit einfach fabelhaft sind.

Seit mehreren Jahren verbringe ich regelmäßig einen Teil meines Urlaubs dort und arbeite ehrenamtlich im Tierheim mit. Vom Putzen, Füttern, Gassi gehen bis hin zur Kommunikation mit Besucherinnen, Besuchern und Adoptant:innen – ich unterstütze dort, wo Hilfe gebraucht wird.

Diese Zeit erinnert mich immer wieder daran, worauf es im Zusammenleben mit Hunden wirklich ankommt: Geduld, Vertrauen, Verständnis und die Bereitschaft, jedes Tier mit seiner eigenen Geschichte anzunehmen.

Diese Erfahrungen prägen meine Sicht auf Hunde mindestens genauso sehr wie jedes Fachbuch.

Frau sitzt im Tierheim mit mehreren Hunden auf dem Boden

„Ich möchte, dass du deinem Hund – und dir selbst – wieder vertrauen kannst.“

Ich bin keine Hundetrainerin. Bei mir gibt es keine Kommandos und keine Patentlösungen für jedes Verhalten.

Ich bin hier für dich. 

Denn Hunde lernen ihr Leben lang – wir Menschen auch.

Oft versuchen wir zuerst, das Verhalten unseres Hundes zu verändern. Dabei lohnt es sich manchmal, zunächst die eigenen Gedanken, Erwartungen und Unsicherheiten anzuschauen. Denn wenn wir ruhiger, klarer und sicherer werden, verändert sich häufig auch das Zusammenleben mit unserem Hund.

Ich wünsche mir, dass Hundehalterinnen und Hundehalter ihrem eigenen Bauchgefühl wieder mehr vertrauen, ihren Hund mit mehr Gelassenheit verstehen lernen und sich nicht ständig fragen, ob sie alles richtig machen.

Denn ich bin überzeugt: Eine gute Beziehung entsteht nicht durch Perfektion. Sie entsteht durch Vertrauen, gegenseitiges Verständnis und viele kleine gemeinsame Momente.

Wenn ich dich auf diesem Weg ein Stück begleiten darf, freue ich mich darauf, dich und deinen Hund kennenzulernen.

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