Frühling mit Hund: Worauf du jetzt achten solltest – Leinenpflicht, Zecken & mehr

Der meteorologische Frühlingsbeginn am 1. März 2026 markiert für viele Hundehalter:innen den Start in eine neue Outdoor-Saison. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen – und die Spaziergänge machen wieder mehr Freude.

Doch mit dem Frühling kommen nicht nur Sonne und Blüten, sondern auch einige Besonderheiten, die du im Alltag mit deinem Hund berücksichtigen solltest: Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit, Zecken und andere Parasiten, Fellwechsel, Allergien oder Gefahren im Garten.

Damit du und dein Hund sicher und entspannt in den Frühling 2026 startet, findest du hier die wichtigsten Punkte – kompakt zusammengefasst und praxisnah erklärt.

1. Leinenpflicht & Brut- und Setzzeit 2026

Mit dem 1. März 2026 beginnt in vielen Bundesländern wieder eine sensible Zeit für Wildtiere. Rehkitze, Bodenbrüter und andere Jungtiere sind besonders schutzbedürftig. Auch gut erzogene Hunde können durch Wildgeruch oder plötzliches Auffliegen von Vögeln in einen Jagdimpuls geraten. Deshalb gelten je nach Bundesland feste Anleinpflichten oder besondere Regeln.

Wann gilt Leinenpflicht in welchem Bundesland? (Stand: Frühjahr 2026)

Wichtig: Die Regelungen können sich je nach Kommune, Naturschutzgebiet oder Waldordnung unterscheiden. Im Zweifel gelten Hinweisschilder vor Ort.

  • Sachsen-Anhalt: 01. März – 15. Juli (grundsätzlich anleinen in Wald und freier Landschaft).
  • Saarland: 01. März – 30. Juni (Leinenzwang in Jagdbezirken/Wald und freier Landschaft; Wege-Regelungen beachten).
  • Bremen: 15. März – 15. Juli (Anleinpflicht in der offenen Landschaft, z. B. Äcker, Wiesen, Feldwege, Deiche außerhalb bebauter Gebiete).
  • Niedersachsen: 01. April – 15. Juli (Leinenpflicht in der freien Landschaft, teils inkl. Gewässer/Badestellen).

Bundesländer mit ganzjähriger oder spezieller Regelung (Auswahl, Stand: 2026)

  • Berlin: Allgemeine Leinenpflicht im Stadtgebiet; auf Waldflächen in der Regel ebenfalls Leinenpflicht (Ausnahmen nur in ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten).
  • Hamburg: Grundsätzlich Anleinpflicht außerhalb des eigenen Grundstücks; Ausnahmen gelten u. a. in ausgewiesenen Hundeauslaufzonen bzw. mit Befreiung.
  • Brandenburg: Keine pauschale Leinenpflicht „überall“, aber Leinenpflicht im Wald (Waldgesetz) sowie zusätzliche Vorgaben je nach Ort/Verordnung möglich.
  • Thüringen: Ganzjährig Leinenpflicht im Wald (außer jagdlich geführte Hunde im Einsatz).
  • Mecklenburg-Vorpommern: Ganzjährig Leinenpflicht im Wald (landesrechtlich geregelt).
  • Schleswig-Holstein: Ganzjährig Leinenpflicht im Wald; an Stränden gilt in vielen Orten Hauptsaison April–Oktober nur Hundestrand bzw. besondere Regeln (je nach Gemeinde/Strandabschnitt).
  • Baden-Württemberg: Keine landesweit einheitliche Leinenpflicht; Kommunen können Leinenpflichten festlegen (z. B. in Städten/Anlagen). Im Wald gilt: Hund nur frei, wenn sicher kontrollierbar; bei Wildsichtung anleinen.

Empfohlene Leinenpflicht oder kommunale Regelungen

  • Nordrhein-Westfalen: Brut- und Setzzeit wird häufig mit 01. März – 31. Juli angegeben; in dieser Zeit wird das Anleinen im Wald und das Bleiben auf Wegen besonders empfohlen.
  • Hessen: Keine landesweite Brutzeit-Leinenpflicht; Kommunen können Regelungen erlassen (z. B. Parks/Grünanlagen, lokale Brutzeit-Anordnungen).
  • Bayern: Keine landesweite Brutzeit-Leinenpflicht; Gemeinden/Schutzgebiete können Vorgaben machen.
  • Sachsen: Keine generelle Brutzeit-Leinenpflicht; Halter:innen müssen den Hund jederzeit kontrollieren können, sonst drohen Bußgelder (zusätzlich Sonderregeln in Schutzgebieten möglich).
  • Rheinland-Pfalz: Keine pauschale Regelung; lokale Vorgaben und Schutzgebiete beachten.

Warum ist das Thema so wichtig?

Wildtiere reagieren in der Brut- und Setzzeit besonders empfindlich auf Störungen. Ein freilaufender Hund kann Jungtiere aufscheuchen oder verletzen. Außerdem riskierst du je nach Bundesland Bußgelder. Nutze bei Bedarf eine Schleppleine, damit dein Hund sich bewegen kann, ohne dass du die Kontrolle verlierst.

 

Unsere Tipps für die Brut- und Setzzeit

  • Schleppleine nutzen, statt komplett freilaufen zu lassen.
  • Rückruf und Impulskontrolle gezielt trainieren (auch bei hoher Ablenkung).
  • Wege wählen, die weniger wildreich sind (befestigte Wege, Parks, Ortsrand).
  • Hinweisschilder beachten (Naturschutzgebiete, Brutflächen, Waldordnungen).

2. Zecken & Parasiten – Saisonstart 2026

Sobald die Temperaturen dauerhaft über etwa 7 Grad steigen, beginnt für Zecken die aktive Phase. Durch die zunehmend milden Winter sind sie inzwischen fast ganzjährig anzutreffen – der Frühling markiert jedoch den deutlichen Saisonstart. Mit dem März 2026 solltest du daher wieder verstärkt auf Parasitenprophylaxe achten.

Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen, darunter Borreliose, Anaplasmose oder Babesiose. Besonders gefährdet sind Hunde, die viel durch hohes Gras, Unterholz oder Waldgebiete streifen.

So schützt du deinen Hund im Frühjahr 2026:

  • Tägliche Zeckenkontrolle nach jedem Spaziergang.
  • Fell besonders an Ohren, Hals, Achseln, Brust und Leistenbereich absuchen.
  • Frühzeitige Prophylaxe (Spot-On, Halsband oder Tablette) in Rücksprache mit dem Tierarzt.
  • Zecken sofort mit einer geeigneten Zeckenzange oder -karte entfernen.
  • Stichstelle einige Tage beobachten.

Nicht nur Zecken sind aktiv

Mit steigenden Temperaturen werden auch andere Parasiten wieder aktiver. Dazu gehören:

  • Flöhe: Besonders bei Kontakt mit anderen Tieren oder in Mehrhundehaushalten relevant.
  • Milben: Können Hautprobleme und Juckreiz verursachen.
  • Stechmücken & Sandmücken: In einigen Regionen Deutschlands zunehmend verbreitet.

Gerade durch den Klimawandel verlängern sich Aktivitätsphasen vieler Parasiten. Eine ganzjährige Vorsorge wird daher immer häufiger empfohlen.

Woran erkennst du mögliche Symptome?

  • Mattigkeit oder Fieber nach einem Zeckenbiss
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Lahmheit oder Bewegungsunlust
  • Appetitlosigkeit

Bei auffälligen Veränderungen solltest du tierärztlichen Rat einholen. Eine frühe Diagnose verbessert die Behandlungschancen deutlich.

Fazit: Der Frühling 2026 ist der richtige Zeitpunkt, um den Parasitenschutz wieder konsequent zu starten. Eine Kombination aus regelmäßiger Kontrolle und geeigneter Prophylaxe schützt deinen Hund zuverlässig.

3. Giftige Pflanzen, Dünger & Frühjahrsgefahren

Im Frühling wird nicht nur die Natur aktiver – viele Menschen starten auch wieder mit Gartenarbeit, Ausflügen ins Grüne und längeren Spaziergängen. Für Hunde bedeutet das: mehr neue Gerüche, mehr spannende Fundstücke am Wegesrand – und leider auch mehr Risiken. Besonders junge oder sehr neugierige Hunde nehmen im Frühling häufiger Dinge ins Maul.

Giftige Pflanzen im Frühling

Viele typische Frühblüher sind für Hunde problematisch, vor allem wenn Blüten, Zwiebeln oder Pflanzenteile gefressen werden. Achte besonders in Gärten, Parks und auf Spazierwegen darauf, was dein Hund aufnimmt.

  • Narzissen: Besonders die Zwiebeln sind stark giftig.
  • Tulpen: Vor allem Zwiebeln und Blätter können Beschwerden auslösen.
  • Maiglöckchen: Sehr giftig, schon kleine Mengen können kritisch sein.
  • Krokusse: Können je nach Art und Menge Magen-Darm-Probleme verursachen.
  • Hyazinthen: Reizstoffe vor allem in der Zwiebel.

Typische Symptome nach Aufnahme giftiger Pflanzen sind z. B. Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss, Unruhe oder Teilnahmslosigkeit. Bei Verdacht gilt: lieber einmal zu früh tierärztlich abklären lassen.

Dünger, Unkrautvernichter & Schneckenkorn

Im Frühling werden Rasenflächen gedüngt, Beete vorbereitet und Unkraut behandelt. Viele Produkte sind für Hunde nicht geeignet – entweder durch direkte Giftstoffe oder weil sie den Magen stark reizen können.

  • Rasendünger: Kann je nach Zusammensetzung Magen-Darm-Reizungen verursachen.
  • Unkrautvernichter: Besonders kritisch, wenn der Hund frisch behandelte Flächen betritt oder ableckt.
  • Schneckenkorn: Sehr gefährlich (je nach Wirkstoff), teils bereits in kleinen Mengen lebensbedrohlich.
  • Kompost & verrottete Pflanzenreste: Können ebenfalls riskant sein (z. B. durch Schimmel oder Gärprozesse).

Tipp: Meide frisch behandelte Rasenflächen und achte auf Hinweisschilder in Parks. Im eigenen Garten: Produkte nur hundesicher einsetzen und den Hund solange fernhalten, bis alles vollständig eingezogen bzw. abgetrocknet ist.

Gefahren in der Natur: Wasser, Raupen & „spannende“ Fundstücke

Mit dem Frühling steigt auch die Versuchung, aus Pfützen, Gräben oder stehenden Gewässern zu trinken. Außerdem tauchen saisonale Risiken auf, die viele unterschätzen.

  • Stehende Gewässer: Können Keime oder (je nach Jahresverlauf) Blaualgen enthalten. Trinken aus Tümpeln ist grundsätzlich keine gute Idee.
  • Eichenprozessionsspinner: Die Brennhaare können Schleimhäute und Atemwege reizen. Besonders gefährlich, wenn Hunde schnüffeln oder die Raupen aufnehmen.
  • Knochenreste, Essensabfälle, Giftköder: Leider ganzjährig ein Thema, im Frühjahr durch mehr Menschen draußen aber oft häufiger.

Praktische Vorsorge im Alltag

  • Trainiere ein sicheres „Aus“ bzw. „Lass es“ – gerade im Frühling besonders wertvoll.
  • Beobachte deinen Hund bei Spaziergängen in Parks und an Wegrändern genauer als sonst.
  • Nimm bei sehr verfressenen Hunden ggf. einen Maulkorb für Risikobereiche in Betracht (sicher und positiv aufgebaut).
  • Wenn du einen Garten hast: Prüfe Frühblüher, Dünger und Kompost auf Hundesicherheit.

Fazit: Der Frühling bringt viele neue Reize – und ein paar typische Gefahrenquellen. Mit etwas Aufmerksamkeit, einem guten „Lass es“-Signal und klaren Routinen kannst du viele Risiken im Alltag zuverlässig reduzieren.

Mischlingshund schnüffelt an verschiedenen Pflanzen

4. Fellwechsel & Pflege im Frühling 2026

Mit steigenden Temperaturen startet bei den meisten Hunden der Fellwechsel. Das dichte Winterfell wird abgestoßen, das leichtere Sommerfell wächst nach. Je nach Rasse, Fellstruktur und Haltungsform kann dieser Prozess mehrere Wochen dauern – und deutlich sichtbare Spuren in Wohnung, Auto und Kleidung hinterlassen.

Der Fellwechsel ist ein natürlicher Vorgang, der hormonell gesteuert wird und sich an der Tageslichtlänge orientiert. Gerade im Frühjahr 2026, wenn die Tage wieder länger werden, beginnt dieser Prozess oft recht plötzlich.

Was passiert beim Fellwechsel?

  • Die dichte Unterwolle wird abgestoßen.
  • Lose Haare fallen vermehrt aus – besonders bei Hunden mit viel Unterwolle.
  • Die Haut arbeitet intensiver, um neues Fell zu bilden.
  • Manche Hunde wirken in dieser Zeit etwas empfindlicher oder müder.

So unterstützt du deinen Hund im Fellwechsel

  • Regelmäßig bürsten: Entfernt lose Haare, fördert die Durchblutung und beugt Verfilzungen vor.
  • Passende Bürste verwenden: Je nach Felltyp (Kurzhaar, Langhaar, Unterwolle, Lockenfell) unterschiedliche Pflegewerkzeuge einsetzen.
  • Sanfte Pflegeprodukte: Nur bei Bedarf baden und milde, rückfettende Shampoos nutzen.
  • Haut im Blick behalten: Rötungen, Schuppen oder kahle Stellen sollten tierärztlich abgeklärt werden.

Ernährung als Unterstützung im Fellwechsel

Fell besteht größtenteils aus Eiweiß. Eine ausgewogene Ernährung spielt daher eine wichtige Rolle. Besonders im Frühjahr kann es sinnvoll sein, auf folgende Nährstoffe zu achten:

  • Hochwertige Proteine für den Fellaufbau
  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zur Unterstützung von Haut und Fell
  • Zink & Biotin für eine gesunde Hautbarriere

Bei Unsicherheiten zur Futterzusammensetzung oder bei auffälligem Haarverlust lohnt sich eine Rücksprache mit dem Tierarzt.

Wann ist Fellverlust nicht mehr normal?

Starker, einseitiger Haarverlust, kahle Stellen, starker Juckreiz oder entzündete Haut gehören nicht zum normalen Fellwechsel. In solchen Fällen können Parasiten, Allergien oder hormonelle Störungen die Ursache sein.

Fazit: Der Fellwechsel im Frühjahr 2026 ist ein natürlicher Prozess – mit regelmäßiger Pflege, angepasster Ernährung und einem wachsamen Blick auf Haut und Fell kommt dein Hund gut durch diese Phase.

5. Allergien beim Hund im Frühjahr 2026

Mit dem Frühling beginnt nicht nur die Blütezeit – auch Allergien treten jetzt häufiger auf. Was viele nicht wissen: Nicht nur Menschen reagieren auf Pollen, auch Hunde können im Frühjahr allergische Symptome entwickeln. Besonders ab März und April 2026, wenn Gräser, Bäume und Kräuter blühen, häufen sich entsprechende Beschwerden.

Typische Symptome einer Frühjahrsallergie beim Hund

  • Vermehrtes Kratzen oder Lecken (besonders an Pfoten und Bauch)
  • Gerötete oder entzündete Hautstellen
  • Wiederkehrende Ohrenentzündungen
  • Tränende oder gerötete Augen
  • Niesen oder vermehrtes Schniefen

Im Gegensatz zu Menschen zeigen Hunde allergische Reaktionen häufig über die Haut und weniger über die Atemwege.

Was du bei Verdacht auf eine Allergie tun kannst

  • Pfoten nach dem Spaziergang mit klarem Wasser abspülen.
  • Fell regelmäßig ausbürsten, um Pollen zu entfernen.
  • Schlafplätze sauber halten und regelmäßig waschen.
  • Spaziergänge bei starkem Pollenflug eher in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen.

Halten die Symptome an oder verschlimmern sich, sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden. Eine gezielte Diagnostik kann helfen, den Auslöser zu identifizieren und die passende Behandlung einzuleiten.

Wichtig: Nicht jede Hautreaktion ist eine Pollenallergie

Auch Parasiten, Futterunverträglichkeiten oder Kontaktreaktionen (z. B. durch frisch gedüngte Flächen) können ähnliche Symptome verursachen. Eine fachliche Abklärung bringt hier Sicherheit.

Fazit: Wenn dein Hund im Frühjahr 2026 plötzlich vermehrt kratzt oder Hautprobleme entwickelt, lohnt sich ein genauer Blick. Früh erkannt, lassen sich allergische Beschwerden gut begleiten und kontrollieren.

6. Läufigkeit & Frühlingsgefühle 2026

Mit den länger werdenden Tagen und steigenden Temperaturen beginnt bei vielen Hündinnen im Frühjahr die Läufigkeit. Gleichzeitig reagieren auch unkastrierte Rüden oft sensibler auf Gerüche und Umweltreize. Der Frühling bringt daher nicht nur Blüten, sondern auch hormonelle Veränderungen mit sich.

Woran erkennst du eine Läufigkeit?

  • Geschwollene Vulva
  • Blutiger Ausfluss (je nach Phase unterschiedlich stark)
  • Verändertes Verhalten (anhänglicher oder reizbarer)
  • Vermehrtes Markieren bei Rüden in der Umgebung

Die Läufigkeit dauert im Durchschnitt etwa drei Wochen und verläuft in mehreren Phasen. Besonders in der sogenannten Standhitze ist die Hündin empfängnisbereit.

Was bedeutet das für den Alltag im Frühjahr 2026?

  • Hündinnen während der fruchtbaren Phase nicht frei laufen lassen.
  • Begegnungen mit unkastrierten Rüden bewusst managen.
  • Routen und Gassi-Zeiten ggf. anpassen.
  • Auf sichere Leinenführung achten – auch bei sonst zuverlässigem Rückruf.

Und die Rüden?

Auch Rüden reagieren im Frühjahr häufig intensiver auf Duftspuren. Typisch sind Unruhe, verstärktes Markieren, Futterverweigerung oder erhöhte Ablenkbarkeit. Geduld, klare Führung und strukturierte Spaziergänge helfen, diese Phase gut zu begleiten.

Wichtig: Hormonell bedingte Verhaltensänderungen sind normal. Wenn dein Hund jedoch stark leidet oder extreme Verhaltensauffälligkeiten zeigt, kann eine tierärztliche Beratung sinnvoll sein.

Fazit: Der Frühling 2026 bringt nicht nur neue Energie, sondern auch hormonelle Dynamik. Mit Aufmerksamkeit, klaren Regeln und etwas Planung lässt sich diese Zeit gut in den Alltag integrieren.

zwei Hunde, die sich auf einem Spaziergang verliebt anschauen

7. Konditionsaufbau nach dem Winter 2026

Nach den oft ruhigeren Wintermonaten starten viele Hunde mit weniger Ausdauer in den Frühling. Kürzere Spaziergänge, weniger Bewegung bei schlechtem Wetter oder vermehrte Indoor-Beschäftigung können dazu führen, dass Muskulatur und Kondition etwas nachgelassen haben. Der Frühling 2026 ist daher ein guter Zeitpunkt, Bewegung wieder bewusst und strukturiert aufzubauen.

Warum langsamer Aufbau sinnvoll ist

Auch wenn dein Hund voller Energie wirkt: Muskeln, Sehnen und Gelenke benötigen Zeit, um sich an längere Belastung zu gewöhnen. Ein zu schneller Einstieg in intensive Aktivitäten wie lange Wanderungen, Fahrradtouren oder Hundesport kann Überlastungen begünstigen.

So startest du sicher in die Outdoor-Saison

  • Spaziergänge schrittweise verlängern: Erhöhe Dauer und Tempo langsam über mehrere Wochen.
  • Abwechslung einbauen: Unterschiedliche Untergründe (Waldweg, Wiese, Sand) fördern Koordination und Muskulatur.
  • Leichte Kräftigungsübungen: Balanceübungen, kontrolliertes Steigen über Baumstämme oder kleine Hügel.
  • Pausen einplanen: Gerade bei wärmeren Temperaturen ausreichend Erholungsphasen berücksichtigen.

Worauf du besonders achten solltest

  • Schnelle Ermüdung oder Hecheln außerhalb normaler Belastung
  • Steife Bewegungen nach längeren Spaziergängen
  • Verändertes Gangbild oder Lahmheit

Zeigt dein Hund solche Anzeichen, solltest du das Training anpassen und bei anhaltenden Beschwerden tierärztlich abklären lassen.

Bewegung & mentale Auslastung kombinieren

Der Frühling bietet ideale Bedingungen für Nasenarbeit, Suchspiele oder kleine Trainingssequenzen im Freien. So wird nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch die Konzentration gefördert.

Fazit: Ein durchdachter Konditionsaufbau hilft deinem Hund, gesund und leistungsfähig in den Frühling 2026 zu starten. Mit Geduld, Struktur und regelmäßiger Bewegung entsteht eine stabile Grundlage für die kommenden Monate.

8. Checkliste: Sicher durch den Frühling 2026

Der Frühling bringt längere Tage, mehr Outdoor-Zeit und viele neue Reize für deinen Hund. Mit dieser kompakten Checkliste kannst du überprüfen, ob ihr gut vorbereitet in die Saison 2026 startet.

✔ Frühjahrs-Check für deinen Hund

  • Leinenpflicht in deinem Bundesland geprüft (Brut- und Setzzeit beachten)
  • Rückruf und Impulskontrolle aufgefrischt
  • Zeckenprophylaxe gestartet oder überprüft
  • Tägliche Fell- und Hautkontrolle eingeplant
  • Giftige Pflanzen im Garten identifiziert oder entfernt
  • „Lass es“-Signal bei Bedarf trainiert
  • Allergiesymptome im Blick
  • Kondition langsam und strukturiert aufgebaut
  • Bei läufiger Hündin: Gassi-Management angepasst

Frühling bewusst genießen

Neben allen Vorsichtsmaßnahmen darf eines nicht fehlen: gemeinsame Zeit. Der Frühling 2026 bietet ideale Bedingungen für neue Trainingsimpulse, längere Spaziergänge und kleine Abenteuer im Grünen.

Mit etwas Aufmerksamkeit, klaren Regeln und guter Vorbereitung wird diese Jahreszeit für dich und deinen Hund entspannt, sicher und voller positiver Erlebnisse.

Unser Fazit: Der Frühling ist keine „Gefahrenzeit“, sondern eine Phase mit besonderen Rahmenbedingungen. Wer informiert ist und achtsam handelt, schafft die perfekte Grundlage für eine aktive und gesunde Saison.

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